Programm

+++ Kernthema der Fachtagung 2017 +++
"Amtliche Prüfungen in der Freien Werkstatt"

Freuen Sie sich auf zukunftsweisende Impulsvorträge, spannende Diskussionen und zahlreiche Erfolgsbeispiele aus der Praxis.

Samstag, 28. Oktober 2017

08:00 Uhr
Ankunft & Registrierung / Begrüßungskaffee
09:00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung der Fachtagung I
Referent: Wolfgang Michel | Chefredakteur »kfz-betrieb« l Vogel Business Media GmbH & Co. KG

Seit 2004 Chefredakteur »kfz-betrieb« Wochenjournal & Online, Vogel Business Media; 2001-2003: Stellvertretender Chefredakteur »kfz-betrieb«; 1999-2000: Leiter Ressort Technik Vogel Auto Medien (Titel: »kfz-betrieb«, autoFACHMANN, Automobil-Industrie und „automotive business international“), Vogel Auto Medien; 1991-1998: Technik-Redakteur »kfz-betrieb« Zeitung mit Magazin, Vogel Verlag und Druck

09:15 Uhr
Begrüßung und Eröffnung der Fachtagung II
Referent: Wilhelm Hülsdonk | Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V.

Seit 1975 selbständiger Kfz-Meister und Kfz-Unternehmer. Seit 1985 Mehr-Marken Full-Service-Betrieb mit Karosserie und Lack. Seit 1995 Übernahme des örtlichen Bergungs- und Sicherstellungsunternehmens. Ehrenamtliches Engagement u.a.: Mitglied des Vorstandes der Kfz-Innung Niederrhein, Mitglied der ZDK-Bundesfachgruppe Freie Werkstätten, Sprecher des ZDK-Bundesfachgruppe Freie Werkstätten, Mitglied des Vorstandes des Zentralverbandes Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK), Präsidiumsmitglied der DAT, Präsidiumsmitglied des ZDH

09:30 Uhr
Neues aus der Verbandsarbeit & Rück- und Ausblick „Freie Werkstätten“
Referent: Stefan Vorbeck | Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V.

Seit 1988 Kfz-Meister und 1991 Betriebswirt des Handwerks. 1993 Gründung Auto-Vorbeck GmbH. Auto-Vorbeck ist einer der größten, Marken unabhängigen Auto-Dienstleister in der Metropolregion Hamburg. Das inhabergeführte Unternehmen bietet alle Bereiche im Auto- Service, Wartung, Räder, Reifen, sowie modernes Flottenmanagement und verfügt über eine Kooperation im Autohandel. Ehrenamtliches Engagement u.a.: Vorsitzender der Landes Fachgruppe Freie Werkstätten SH, Mitglied des Präsidiums des Kfz-Verbandes SH.

10:15 Uhr
Kommunikative Pause und Besuch der Ausstellung
11:00 Uhr
Amtliche Prüfungen in der Werkstatt: Was benötigt der Betrieb heute und in Zukunft? mehr
Halbjährlich, jährlich, alle zwei, oder erstmals nach drei Jahren. Nach welchem Zeitraum auch immer: Fahrzeuge gehören in regelmäßigen Abständen im Rahmen amtlicher Untersuchungen auf ihren technischen Zustand hin kontrolliert. Hier erweisen sich aus Sicht der meisten Fahrzeughalter die Kfz-Betriebe dieses Landes seit vielen Jahren als komfortable und zuverlässige Anlaufstellen. Von dieser Tatsache profitieren die Betriebe wiederum auch selbst. Doch diesen Profit gibt es nicht umsonst. So verlangen aktuelle gesetzliche Vorgaben nach Investitionen in das Prüfequipment – Beispiel Bremsprüfstand oder Scheinwerferprüfplatz. Zudem kommen weitere Anforderungen auf die Werkstätten zu, die z. B. die Kontrollverfahren der Prüfmittel betreffen l– Stichwort Stückprüfung, Eichung und Kalibrierung.
Referent: Frank Beaujean | Präsident | ASA-Bundesverband der Hersteller und Importeure von Automobil-Service Ausrüstungen e.V.

Beaujean ist im Hauptamt Leiter des Produktmanagements bei Maha Maschinenbau Haldenwang. Er verantwortet seit 2009 den ASA-Fachbereich Prüfstände, seit 2011 ist er Chairman der European Garage Equipment Association Working Group 6 (EGEA WG 6), die sich um die Lobbyarbeit bei der EU für Betriebe aus den Bereichen Bremsen und Fahrwerksprüfstände kümmert.

11:30 Uhr
Anforderungen an die Mess- und Prüfmittel für die HU/AU mehr
In Deutschland darf nur eine als Inspektionsstelle akkreditierte und durch die Anerkennungsbehörde der Länder anerkannte Überwachungsorganisationen die HU/AU an Kraftfahrzeugen durchführen. Diese Akkreditierung obliegt als vom Bund beliehene und an die EU-Kommission gemeldete nationale Akkreditierungsstelle der Deutschen Akkreditierungsstelle mbH (DAkkS). Die in den Inspektionsstellen eingesetzten Mess- und Prüfmittel müssen regelmäßig und messtechnisch rückführbar kalibriert werden. Bis Ende 2015 konnten die Überwachungsorganisationen in Deutschland aus verschiedenen Gründen dieser seit 2012 bestehenden Verpflichtung nicht nachkommen. Es wurden Übergangsregelungen geschaffen, die in der Verkehrsblattverlautbarung Nr. 115/2016 veröffentlicht wurden. Innerhalb einer Übergangsfrist von vier Jahren müssen nun seit 1.1.2017 die Überwachungsorganisationen in ihren Prüfstellen sowie an den Prüfstützpunkten, in den Werkstätten etc. die zu verwendenden Prüfmittel, deren Stückprüfung fällig ist, den Anforderungen an eine Akkreditierung und den geltenden technischen Regeln entsprechend, kalibrieren. Anders als für die meisten Prüfmittel gibt es für Bremsprüfstände, Scheinwerfereinstellprüfgeräte und AU-Messgeräte gibt es bis dato noch kein deutsches akkreditiertes Kalibrierlabor. Allerdings haben bereits mehrere Organisationen den Bedarf erkannt und bei der DAkkS Anträge zur Akkreditierung als Kalibrierlabor gestellt, die genau diese Gerätegruppe „ins Visier nehmen“. Dank entsprechender Akkreditierungsverfahren sind nun auch Überwachungsorganisationen, wenn auch zunächst in einem begrenzten Umfang, in der Lage, die Kalibrierung ihrer Prüftechnik zu beherrschen und anwenden. Die Umsetzung der Anforderungen an allen Untersuchungsstellen benötigt jedoch Zeit und Ressourcen und nicht zuletzt die Unterstützung durch die Werkstätten.
Referent: Dr. Frank Strehle | Kundenbetreuer | Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkks)

Seit 12/2012: Kundenbetreuer der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH, Systembegutachter für Prüf- und Kalibrierlabore gem. ISO/IEC 17025 und Inspektionsstellen gem. ISO/IEC 17020, Fachbereichsverantwortlicher Kraftfahrwesen & Straßenverkehr (seit 1.1.2017)
2006 - 2012: System- und Fachgutachter sowie Akkreditierungsassistent für Kalibrier- und Prüflaboratorien gem. ISO/IEC 17025, Fachbereichsverantwortlicher für Kalibrierlaboratorien (seit 2011), Fachexperte (Metrologie/Kalibrierung) für Inspektionsstellen gem. ISO/IEC 17020 beim Nationalen Akkreditierungssystem Griechenlands (ESYD).
2002 – 2006: Betriebsleiter und Geschäftsführer der Firma Calibration & Quality Services S.A. in Thessaloniki, Leiter des ESYD-akkreditierten Kalibrierlabors, Griechenland
1999 – 2002: Kontaktperson Griechenlands in der EUROMET Gruppe «Mass & Related Quantities»
1997 – 2002: Bereichsleiter für Mechanische Messgrößen am Griechischen Nationalinstitut für Metrologie (Hellenic Institute of Metrology) in Thessaloniki, Griechenland
1994 – 1996: Laborleiter des DKD-akkreditierten Kalibrierlabors für Masse der Firma C3T S.A. in Kilkis, Griechenland
1991 – 1994: Leiter des Massenspektrometrielabors an der Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld, Abteilung für Organische Chemie I unter Leitung von Prof. Dr. H.-Fr. Grützmacher

12:00 Uhr
Podiumsdiskussion: Amtliche Prüfung – Ein Geschäftsmodell auch für die Zukunft? mehr
Wilhelm Hülsdonk | Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V.
Neofitos Arathymos | Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V.
Stefan Vorbeck | Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V.
Frank Beaujean | ASA - Bundesverband der Hersteller und Importeure von Automobil-Service Ausrüstungen e.V.
Dr. Frank Strehle | Deutsche Akkreditierungsgesellschaft GmbH (DAkkS)
Hermann Schenk | GTÜ
Wolfgang Michel | Chefredakteur »kfz-betrieb«
12:30 Uhr
Mittagspause und Besuch der Ausstellung
13:30 Uhr
Keynote: Die Zukunft der KFZ- Hauptuntersuchung im europäischen Vergleich mehr
In seinem Vortrag „Die Zukunft der periodisch-technischen Fahrzeuguntersuchung im europäischen Vergleich“ stellt Herr Prof. Bollinger Auszüge einer neuen und bislang noch nicht veröffentlichten EU-Studie vor. Darin geht der Wissenschaftler unter anderem auf das Spannungsverhältnis Werkstatt-Kunde-HU-Prüfer ein und zeigt Kfz-Betrieben Alternativen zur Abhängig bekannter Prüforganisationen auf.
Referent: Prof. Dr. Friedrich Bollinger | Direktor | Institut für Kommunikationswissenschaften | Universität St. Gallen

Prof. Dr. Friedrich Bollinger ist Direktor des Institutes für Kommunikationswissenschaften an der Universität St. Gallen. Im Rahmen einer Gastprofessur unterrichtet er zudem am MIT (Massachusetts Institute of Technology) und gilt in Sachen Gesellschaft und individuelle Mobilität als einer der profiliertesten Kommunikationswissenschaftler. Zugleich hat er sich als Berater der EU-Kommission zum Thema „Automobile und ihre sichere Nutzung“ einen international anerkannten Namen gemacht.

14:15 Uhr
Die Abgasuntersuchung der Zukunft – Ein Ausblick mehr
Wahrscheinlich wird noch in diesem Jahr die verbindliche Endrohrmessung bei der AU wieder eingeführt. Doch schon heute ist absehbar, dass sich die Messtechnik in Zukunft deutlich weiterentwickeln muss, um mit der Fahrzeugtechnik mitzuhalten und beispielsweise Manipulationen an Software oder Abgasnachbehandlung aufzudecken. Der Vortrag zeigt, welche Messtechnik bereits heute für den mobilen Einsatz zur Verfügung steht, wie diese funktioniert, welche Schadstoffe damit gemessen werden können und groß die Genauigkeit ist.
Referent: Christian Rahner | Trainer Schulungsabteilung | MAHA Maschinenbau Haldenwang Gmbh & Co. KG

51 Jahre, verheiratet, 2 Kinder KFZ Mech-Meister seit 04/2006 bei MAHA in der Schulungsabteilung

14:45 Uhr
Kommunikative Pause und Besuch der Ausstellung
15:30 Uhr
Aktuelle und künftige Anforderungen an Bremsenprüfstände bei der HU mehr
Ab dem 1.1 2018 müssen alle Bremsenprüfstände normenkonform kalibriert werden, die abweichende Anforderungen der Übergangsphase vom 1.1.2017 bis 31.12.2017 ,die in der Verkehrsblatt-Verlautbarung Nr. 115 des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vom 28.06.2016 beschrieben wurden, enden zu diesem Zeitpunkt. Was kommt nach dem Ende der Stückprüfung mit zusätzlicher Kalibrierung auf die Betriebe zu?
Referent: Ottmar Holz | Redakteur Ressort Service & Technik »kfz-betrieb« l Vogel Business Media GmbH & Co. KG

Ottmar Holz absolvierte nach dem Abitur und einem Grundstudium der Werkstoffwissenschaften eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Im September 1991 bestand er die Meisterprüfung und arbeitete während der folgenden Jahre in verschiedenen Führungspositionen im Service bei einigen Vertragshändlern und Werkstattketten. Seit 2014 betreut er im Ressort Service und Technik den Bereich Werkstattausrüstung und Werkzeuge.

16:00 Uhr
Scheinwerfer: Alles eine Frage der Einstellung? – was Sie in Sachen Prüf- und Einstellplatz wissen sollten mehr
Wann ist eine Fläche, auf der man die Einstellung von Fahrzeugscheinwerfern kontrolliert, eben und wann nicht? Viele Jahrzehnte verwies der Gesetzgeber dazu auf Servicebeschreibungen der Automobilindustrie, die das Thema bislang sehr individuell interpretierte. Die neue „HU-Scheinwerferprüfrichtlinie“ von 2014 soll nun eine einheitlich erfüllbare Grundlage für die auch im Rahmen der Fahrzeugwartung relevante Prüfarbeit schaffen. So definiert die Richtlinie erstmals präzise die Voraussetzungen, die Überwachungsorganisationen aber auch Werkstätten baulicherseits im Hinblick auf solch einen Platz erfüllen müssen. Und sie stellt Mindestanforderungen an das Scheinwerferprüf- und Einstellgerät. Kfz-Betriebe müssen sich mit dem Thema Lichteinstellung intensiver auseinander setzen. Und sie sollten dies nicht nur im Hinblick darauf tun, dass sie HU-Abnahmen in ihren Räumlichkeiten als Dienstleistung anbieten. Denn Endkunden können die Qualität einer korrekten Scheinwerfereinstellung und damit das Ergebnis einer „ordentlichen“ Handwerksleistung bei jeder Nachtfahrt selbst erfahren und von ihr profitieren.
Referent: Matthias Pfau | Kraftfahrzeuggewerbe Bayern

• Abitur • Berufsausbildung zum Kfz-Mechaniker, Meisterprüfung 1996 •Anschließend 13 Jahre Werkstatt- und Serviceleiter in einem Autohaus • Berufsbegleitende Fortbildung zum „geprüften technischen Betriebswirt“ (IHK) • seit 2009 technischer Betriebsberater für Kfz Betriebe in Bayern beim Landesinnungsverband

16:45 Uhr
Zusammenfassung und Ende der Veranstaltung

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